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draußen – unterwegs

Frühlingsboten

Die ersten Graureiher sind heute angekommen. Auf dieser lütten Insel im Bramfelder See befindet sich schon traditionell eine Reiherkolonie. Die Reiher scheinen mit den Rallen nahe verwandt zu sein. Im gefiederten Orchester sind sie definitiv für die Disharmonien zuständig. Ich denke immer, jemand fährt mit einer defekten Bremse Fahrrad. Das Qietschgeräusch, wenn der Bremsklotz bei schneller Fahrt ungewollt gegen die Felgen kommt. Qietsch-Krächz. Quietsch-Krächz. Wikipedia dazu: “Reiherkolonien sind sehr lebhaft. Zwischen den Vögeln einer Kolonie herrscht ständiger Streit, da sich die Vögel untereinander das Nistmaterial streitig machen.” Dafür können Reiher herrlich geräuschlos emporsteigen. In Hamburg trifft man sie sogar in Wohngebieten, man läuft an einem Bach und plötzlich erhebt sich ein Reiher geräuschlos ganz in der Nähe. Wunderschön. Das letzte Mal sah ich einen Graureiher vor ziemlich genau drei Monaten im Stellmoorer Tunneltal, gemeinsam mit einem Seidenreiher.

Ein paar Kanadagänse sind auch schon wieder da. Rechts neben der Insel zu sehen. Noch hält sie das Eis.

Aber das sollte es doch jetzt gewesen sein mit dem Winter?! Es gab wenig Sonnentage und auch keinen Schnee hier im ansonsten kalten Norden.

Kaum ist es sonnig, sieht man überall glückliche Gesichter. Viele Spaziergänger genossen den Ausblick in der Sonne und grüßten einander sogar, obwohl sie sich nicht kannten. Schaut man auf die Polizeinachrichtenseite der Lokalzeitung, möchte man meinen, dass auch die Hamburger zum Streit neigen und einander u.A. Nistmaterial stehlen. Normalerweise geht der Hamburger zum Grüßen, als auch zum Lachen in den Keller. Wenn die Sonne nicht scheint.

Für mich ging es noch weiter um den Friedhof, an der Alster und am Eilbek-Kanal entlang.

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