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am liebsten draußen – unterwegs

dr_auf_gefallen: unendlicher Spaß

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Eigentlich wollte ich so wichtige Dinge machen wie z.B. das Unkraut im Garten des Nachbarn zu jäten oder meine Küchenschränke von innen zu putzen. Nun aber DAS! Skandalöse Muße. Durch einen Zufall stieß ich auf dieses Hörspielprojekt. Unendliches Spiel. Was? David Foster Wallace – Unendlicher Spaß. Ein Meisterwerk. Aus Gründen zu erwartender mangelnder materieller Rentabilität, das Buch umfasst mehr als 1500 Seiten, wurde bisher nur eine rudimentäre Hörfassung veröffentlicht, eine Literaturfestivallesung u.A. mit dem großen Wallace-Verehrer Harald Schmidt. Nun fand ich glücklicherweise dieses Projekt: Unendliches Spiel. Der Clew: Jeder, frei nach Diogenes von Sinope, Zweibeiner ohne Federn (bitte einmal überprüfen, wen das betreffen könnte), ist eingeladen, einen Teil bzw eines der zahlreichen Kapitel als Audioaufnahme an die Macher der Website zu senden. Es existiert die Schwarmdummheit, sicher, aber auch die Schwarmintelligenz. Ich meine, hier einen Beweis dafür um die zu Ohren bekommen zu haben. Großartig! Klar, die Sprecher sind nicht alle und immer professionell, jedoch empfand ich während des bisherigen Lauschens, dass gerade die liebenswerte Unvollkommenheit etwas hat, das gewisse Etwas hat, was dem Ganzen keinen Abbruch tut, sondern gegenteilig, es finden auch Pegelschwankungen nach Oben statt, welche regelrecht genial anmuten, welche so niemals auf professionellen Lesungen zu finden sind und es auch nicht sein können. Reine Leidenschaft ist etwas anderes als professionelles Interesse. Vielen Dank dafür an diejenigen, welche ihre Ingredienzen für diesen Ohrenschmaus beigetragen haben. Genau das, diese charmante Diskrepanz der vorgetragenen Niveaus und  der gemeinsame Spleen für dieses Werk, bewiesen durch das Engagement, seine Stimme der kritischen Weltohroffenheit auszusetzen, macht dieses Schaffen zu einem wunderschönen Artefakt. Und: es sind noch nicht alle Kapitel vertont! Mitmachen, Leute! Das wäre ein Dienst an der literarischen AllUngemeinheit. Auch Dialekte sind kein Hinderungsgrund. Die Aufnahme sollte nur technisch (Hammer, Amboss, der Mann, die Frau, im Ohr) halbwegs verständlich sein.

In dem Sinne, Montag ist zum Glück frei. Ich bin dann mal weg.

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3 Kommentare

  1. chris 14. Mai 2016

    Ein sehr gutes Projekt!

  2. SätzeundSchätze 17. Mai 2016

    Schöner Hinweis … da höre ich mal rein. Vielleicht kann ich einen Abschnitt in Schwäbisch beitragen 🙂

    • Pesen 17. Mai 2016 — Autor der Seiten

      Das wäre schön. Bin auch gerade dabei, die technischen Voraussetzungen für eine halbwegs klingende Aufnahme zu schaffen. Dann gehts los. 🙂

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